1947 & 48
Der Weg zur Dillinger Hütte

Mit dem Ende des Krieges nimmt Alois Müllenbach 1947 seine vorangegangene Anstellung als Arbeiter bei der Dillinger Hütte wieder auf. Wegen fehlenden Personennahverkehrs erweist sich der Arbeitsweg von Düppenweiler nach Dillingen für ihn und seine Kollegen jedoch als überaus beschwerlich. Zu Fuß und mit dem Fahrrad sind sie tagtäglich den Launen des Wetters ausgesetzt.

Bedingt durch seine Tätigkeit als Kraftfahrer im Krieg, entschließt sich Alois Müllenbach kurzum, einen Personentransport für die Angestellten der Dillinger Hütte zu organisieren.
Mit dem Kauf eines Renault-Klein-LKWs und dem Aufbau von Bänken auf der Ladefläche, beginnt er bereits in den schwierigen Wintermonaten 1947 mit den ersten Fahrten.

Der Erfolg dieser Idee ermöglicht ihm und seiner Frau am 2. Februar 1948 die offizielle Gründung des Transport - und Omnibusunternehmens Müllenbach.

1949
Zwei Busse

Schon kurze Zeit später genügt die Kapazität eines Fahrzeuges nicht mehr aus, und es muss ein weiterer Bus eingesetzt werden.
Mit einem 40 Sitzer Opel Blitz wird nun bereits mit zwei Bussen auf den beiden Hauptschichten gefahren.

Allerdings kommt bereits 1949 für den Jungunternehmer der Schock. Die Kreisverkehrsbetriebe, die bereits vor dem Krieg eine Linie von Düppenweiler nach Saarlouis betrieben hatten, macht nun Ihren Anspruch geltend.
Trotz intensiver Bemühungen, und dem Rückhalt der Arbeiter, muss Alois Müllenbach im Sommer 1949 den Fahrbetrieb einstellen.

Trotz des Rückschlages gibt er nicht auf, und findet in der Firma Barri aus Bous einen neuen Auftraggeber, in dessen Auftrag er nun Bauarbeiter aus dem Hochwald täglich nach Saarbrücken hin und zurück befördert.

1950-52
Die Erste Bushalle

Nach dem Kauf von zwei weiteren Bussen bis Januar 1950, befördert er Bergarbeiter aus dem Raum Reisbach-Eiweiler und dem Köllertal zum Viktoriaschacht in Püttlingen. Mit dieser ersten Bergarbeiterlinie beginnt eine bis zum heutigen Datum andauernde, fast 50-jährige Geschäftsbeziehung zu den Saarbergwerken. Im selben Jahr beginnt er mit dem Bau der ersten Bushalle hinter dem Wohnhaus in der Oberdorfstraße 169, die für zwei Busse geplant war.

Noch im Herbst 1951 wird die Linie von Reisbach getauscht gegen eine Bergarbeiterlinie von Düppenweiler nach Velsen. Ein Jahr später wird der erste Bus gegen einen modernen Berliet-Reisewagen ausgetauscht.

Mit diesem Fahrzeug nimmt er auch die ersten Ausflugsfahrten in Angriff.

Im Herbst 1952 wird die erste Bushalle fertiggestellt.

1954-60
Große Schritte

Ab April 1954 arbeitet sein ältester Sohn, Hermann Müllenbach, offiziell im elterlichen Betrieb mit. Wegen des Zuwachses im Reiseverkehr wird ein neuer, moderner Reisebus der Marke Chausson in Paris gekauft. Infolgedessen werden erste Reiseziele in ganz Frankreich, Österreich und Italien angefahren.

Ab 1957 werden Büssing-Reisebusse aus Braunschweig in den Fuhrpark aufgenommen. Am 7. August 1957 heiratet Hermann Müllenbach seine Frau Rita geb. Benedix, aus Diefflen.

Ab April 1958 wird der Bau eines neuen Wohnhauses und einer neuer Bushalle im Herrenschwamm 4 begonnen. In viel Eigenleistung wird dieser Bau 1 1/2 Jahre später im Herbst 1959 fertiggestellt.

1960 verfügt das Unternehmen über 5 Busse im Linien und Reiseverkehr.

1970-80
Hermann Müllenbach übernimmt den Betrieb

1970 errichtet Hermann Müllenbach neben dem elterlichen Anwesen ein Wohnhaus für seine siebenköpfige Familie.

Ab 1972 kommen die ersten Magirus-Reisebusse zum Einsatz. Zu dieser Zeit besteht der Fuhrpark aus insgesamt 7 Fahrzeugen.

Ende der Siebzigerjahre strebt Alois Müllenbach den wohl verdienten Ruhestand an. Am 1. Januar 1980 übernimmt Hermann Müllenbach, der älteste Sohn, den elterlichen Betrieb. In den darauffolgenden Jahren werden Fuhrpark und Reiseverkehr kontinuierlich ausgebaut.

1985-97
Stetiger Wachstum

1990 verstirbt nach längerer Krankheit im Alter von 78 Jahren der Seniorchef Alois Müllenbach.

Nach langer Planungsphase wird im März 1997 mit dem Bau einer zeitgemäßen Bushalle begonnen, die überwiegend in Eigenleistung im Dezember desselben Jahres ihrer Fertigstellung entgegensieht.

Bis heute hat sich der Fuhrpark um weitere 10 Busse vergrößert.

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